„Je freier man atmet, je mehr lebt man.“ (Theodor Fontane)

Freier atmen, um freier zu leben, dies vermag Susanne Weber-Lehrfeld, seitdem sie 2003 den Entschluss gefasst hat, sich von ihrem bis dahin ausgeübten Beruf als Apothekerin zu verabschieden, um ganz als freischaffende Künstlerin arbeiten zu können.

Ihre jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem klassischen Ballett, modern-, jazz- und contemporary dance dient Susanne Weber-Lehrfeld als Grundlage für die Schaffung ihrer Video- und Performancekunst. In einer eigens von ihr für diesen Zweck erbauten blue box hat sie einen Raum geschaffen, welcher ihr ermöglicht, gleichzeitig von einer Akteurin hinter der Kamera zu einer Protagonistin ihrer eigenen Videoinstallationen zu werden. In ihren Arbeiten umkreist Susanne Weber-Lehrfeld mittels intensiver Körperarbeit Fragen existentieller Daseinsentwürfe. Das Wechselspiel zwischen Gedankensequenzen – bis hin zum literarischen Zitat – und einem daraus entstehenden Körperausdruck, der sich ohne eine Bindung an bestimmte Formen im improvisatorischem Tanz manifestiert, spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Diese interdisziplinäre Arbeitsweise bringt Susanne Weber-Lehrfeld 2008 mit dem Schauspieler und Autor Can Fischer zusammen; eine rege künstlerische Zusammenarbeit beginnt.

Das Leben als spannenden und wunderschönen Prozess auffassend, fühlt sich Susanne Weber-Lehrfeld einer Wahrheitsfindung verpflichtet, welche sich von einem „richtig“ und einem „falsch“ loszulösen sucht. Susanne Weber-Lehrfeld ist immer auf der Suche, ihre vielen Facetten und Interessen zu erforschen. Sie nimmt Schauspielunterricht, arbeitet in einem Atelier für Bildhauerei, mietet ein Atelier, um sich mit Malerei im weitesten Sinne auseinander-zusetzen und beginnt 2010 eine Gasthörerschaft an der UdK Berlin. Mit ihrem Video ‘Welche Nahrung gibst Du Deiner Seele‘ ist sie Preisträgerin der Kunstwoche Jesteburg 2006. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Bielefeld, Berlin, Florenz, Mailand, Paris, Ankara und New York ausgestellt.